Mit dem Brandanschlag auf die Stromtrasse am Heizkraftwerk in Lichterfelde, die über den Teltowkanal führt, gab es am 3. Januar 2026 morgens gegen 5:44 Uhr einen großflächigen Stromausfall in den Ortsteilen Ortsteilen Nikolassee, Zehlendorf, Wannsee und Lichterfelde. Der Ausfall betraf mehrere Leitungen zur Versorgung von Umspannwerken. Beschädigt wurden fünf Hochspannungskabel und zehn Mittelspannungskabel bei dem Brand am frühen Samstagmorgen. Etwa 45.000 Haushalte und ca. 2.200 Unternehmen sind davon betroffen worden.
Die Stromnetz Berlin GmbH hat sofort ihre Notfallteams aktiviert und mit Umschalt- und Reparaturarbeiten beauftragt.
Im Rathaus Steglitz-Zehlendorf trat wegen der großflächigen Krisenlage sofort der für den Katastropehschutz zuständige Krisenstab zusammen.
Mit Meldung vom 4.1.2026 wurden Aktuelle Informationen zum Stromausfall in Steglitz-Zehlendorf
veröffentlicht, weil sich eine längere Fortdauer des Stromausfalls bis zum 8.1.2026 abzeichnete.
Der Katastrophenstab des Bezirksamtes ist erreichbar unter folgender Hotline: 030 90299 – 3333.
Informationen von Stromnetz Berlin
Der landeseigene Netzbetreiber informierte aktuell: „Bis zum 4. Januar um 03:23 Uhr konnten wir in mehreren Stufen rund 7.000 Haushalte und 150 Gewerbe insbesondere im Bereich Lichterfelder wieder versorgen.“
„Mit der Wiederversorgung aller Kund*innen wird am Donnerstagnachmittag, 08.01.2026, gerechnet. — Unsere Teams sind im Einsatz und wir arbeiten mit Hochdruck an der Wiederversorgung.“
Weitere aktuelle Informationen gibt es auf einer speziellen Krisenseite von Stromnetz Berlin.
Betroffen ist ein großes Versorgungsgebiet mit 5 großen Krankenhäusern und vielen Altenheimen und Senioreneinrichtungen. Betroffen sind auch Hochhäuser und Hochhausquartiere, in denen die Fahrfstühle ausfielen. Eine Karte des betroffenen Gebiets in Steglitz und Zehlendorf ist auf der Krisenseite veröffentlicht.
Aktueller Stand und Bekennerschreiben zum Anschlag
Ein umfangreiches Bekennerschreiben der radikalen Vulkangruppe wurde inzwischen von der BERLINER ZEITUNG unter der Überschrift „NEUJAHRSGRÜßE 2026. NUR MUT!“ veröffentlicht.
Die Redaktion kommentiert das Schreiben nicht. Stattdessen wird recherchiert, ob es hier um eine verdeckte Operation oder False Flag Operation eines äußeren Akteurs geht.
Organisation des Katastrophenschutz in Berlin
Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner wurde in der BILD online interviewt, nachdem sich öffentliche Kritik an seiner fehlenden Öffentlichkeitspräsenz laut wurde. BILD fragte: „Tausende Helfer, wo waren Sie, Herr Wegner?“.
Gemäß den Zuständigkeiten ist in Berlin die Senatorin für Inneres und Sport, Iris Spranger zuständig für den Katastrophenschutz im Land Berlin, mit Lagebild und die Koordination.
Die Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe (SenWiEnBe) Franziska Giffey wurde ebenfalls unmittelbar eingeschaltet. Sie hatte nach dem großen anschlagsbedingten Stromausfall in Johannisthal und Adlershof am 16.12.2025 einen „Maßnahmenplan zur Stärkung der Resilienz des Berliner Stromnetzes und zur Sicherstellung der Endkundenversorgung bei Stromausfällen“ verabschiedet.
Die Stromnetz Berlin GmbH und viele Katastrophenschutzakteure waren also gut vorbereitet, als der Stromausfall im Berliner Südwesten begann.
In den Krankenhäusern und Altenpflegeheimen mit Notstromversorgung ist die Stromversorgung weitgehend wieder hergestellt, wie die zuständige Senatorin für Wissenschaft, Gesundheit und Pflege
heute in der Pressemitteilung vom 04.01.2026 vermeldete: „Lage an vom Stromausfall betroffenen Kliniken entspannt sich.“
Stromausfall im Südwesten: Notunterkünfte eingerichtet
Auf dem Hauptstadtportal Berlin.de wird die Entwicklung aktuell angezeigt. Notunterkünfte im Bezirk wurden zeitnah am 3. Januar 2025 eingerichtet. Die Adressen sind hier zu finden: Link.
Polizei, Feuerwehr, Katastrophenschutz und Hilfsorganisationen sind im Großeinsatz.
Stand 4.1.2026 15:15 Uhr
Update: 4.11.1016 16:45
Großschadenslage mit Schulschließungen
Inzwischen hat Berlin die Großschadenslage ausgerufen – die Bundeswehr wird nun helfen. Einsatznachrichten werden noch gesammelt. Die Senatsverwaltung für Bildung, Jugend und Familie meldet aktuell mehrtägige Schulschließungen zum 5.-7. Januar 2026. Die Liste der betroffenen Schulen ist in der Pressemitteilung vom 4.1.2026 nachlesbar.
Um Familien in dieser Ausnahmesituation zu unterstützen, wird auch für Schülerinnen und Schüler mit dringendem Betreuungsbedarf eine Notbetreuung eingerichtet.
Stromnetz Berlin meldet um 16:30: „Nahezu alle etwa 10.000 Haushalte und 300 Gewerbe im Ortsteil Lichterfelde sind inzwischen wiederversorgt.“
AKTUELL: Berlin Partnerhotels e.V. stellt Hotelzimmer zur Verfügung! Sonderkonditionen für vom Stromausfall betroffene Berliner*innen
Berlin, 4. Januar 2026 – 19:50 Uhr – Der visitBerlin Partnerhotels e.V., dem über 200 Hotels, Hostels und Pensionen in ganz Berlin angehören, hat seine Mitglieder aufgerufen, Hotelzimmer für vom Stromausfall im Südwesten der Stadt betroffene Berlinerinnen und Berliner zur Verfügung zu stellen. Die Hotelzimmer können bis zur vollständigen Behebung des Schadens und Wiederherstellung der Stromversorgung zu Sonderkonditionen (ab 70 Euro/Doppelzimmer inkl. Frühstück) gemietet werden.
Alle teilnehmenden Hotels werden auf der Website des visitBerlin Partnerhotels e.V. gelistet; die Übersicht wird regelmäßig aktualisiert: www.visitberlinpartnerhotelsev.de.
Betroffene können sich bereits ab heute direkt bei den Hotels melden und Zimmer unkompliziert mit dem Buchungscode „Stromausfall“ buchen.
Kontakt zur Redaktion: info@steglitz-zehlendorf-zeitung.de
Siehe auch der Beitrag in der Treptow-Köpenick-Zeitung vom 9. September 2025:
Anschlag auf das Stromnetz in Treptow-Köpenick
