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Fuchsbesuch am Ententeich

Rotfuchs sucht nach Futter am Ententeich im Lankwitzer Gemeindepark

Der Fuchs ist da — am helllichten Tag im Gemeindepark Lankwitz. Es war richtige schönes Wetter, am letzten Sonntag. Ungeachtet der vielen Spaziergänger im Park spazierte ein junger Rotfuchs auf der Entenwiese vor dem Teich herum. Er sah hungrig aus, etwas ausgezehrt — und er inspizierte die dicht bewachsenen Uferbereiche, in denen Enten gern ihre Ei-Gelege verstecken. Auf dem Wasser schnatterten rund zwei Dutzend Enten wild umher, und warnten vor dem Freßfeind.

Der Teich im Gemeindepark zieht bei schönen Wetter zieht auch zahlreiche interessierte Parkbesucher und Kinder an. Hier befinden sich „Sonnenbänke“ in Ufernähe — wer mag, kann dem lebendigen, bisweilen wilden Treiben der Stockenten und Teichhühner zuschauen.

Ungeachtet der neugierigen Besucher und einiger Hobbyfotografen verweilte der Fuchs entspannt auf der Wiese. Er schaute den Enten nach, dann schlich er entlang des Ufers zu einem flach umzäumten Wiesenbereich, der Platz für kleine Verstecke bot.

Dort sonnten sich vereinzelt Enten-Paare an etwas dichter bewachsener Uferstelle. Der junge hungrige Fuchs interessierte sich insbesondere für diesen Wiesenteil. Ganz offenbar suchte er nach Nestern.
Junge Enten waren noch nicht zu sehen — und die aufmerksamen Wasservögel waren zu schnell für den hungrigen Fuchs — sie flüchteten einfach ins rettende Wasser.

Rotfuchs sucht nach Futter am Ententeich im Lankwitzer Gemeindepark
Am Ententeich macht er Halt und hält neugierig Ausschau nach Essbarem – Foto: © szz

Nachdem „Meister Reinecke“ überall vergeblich geschnüffelt und das Gebiet geprüft hatte, spazierte er seelenruhig weiter entlang des Ufers. Er kümmerte sich nicht um die vielen Beobachter, die er hinter sich ließ.

Füchse sind längst in der Berliner Stadtlandschaft heimisch. Ganz friedlich lebt er neben den Menschen und profitiert von dem reichen Nahrungsangebot der Stadt.

Da der Fuchs nicht gejagt wird, traut er sich oft sehr nah an die Menschen heran. In den Monaten Januar bis August sind die Füchse mit der Aufzucht der Jungen beschäftigt.

In dieser Zeit kann man sie oft auch am helllichten Tag beobachten. Dann sind sie in der Regel auf der Suche nach Regenwürmer, Insekten, Mäusen, Ratten, Früchten und eben auch Eiern. Gern tun sie sich auch an den menschlichen Abfällen aus Papierkörben gütlich oder bedienen sich bei Futterschalen, die für Katzen aufgestellt wurden.

Rotfuchs sucht nach Futter am Ententeich im Lankwitzer Gemeindepark
Ein flach eingezäumte Pflanzenoase mit dichtem Laub erregt sein Interesse – Foto: © szz

Auch im Herbst kommt es immer wieder vor, dass junge Füchse die Nähe der Menschen wegen Futter suchen. Die jungen Füchse sind erwachsen geworden und müssen sich ihre Nahrung nun selber suchen. Da es da anfangs noch Schwierigkeiten gibt und das Futter in der Nähe der Menschen leichter zu kriegen ist, dringen Füchse gerne in Schrebergärten und anderen von Menschen frequentierten Gebieten.

Den unmittelbaren Kontakt zu den Haustieren der Menschen, wie Katzen und Hunden, meiden die Füchse in der Regel. Insbesondere den eigenwilligen Katzen gehen Füchse tunlichst aus dem Weg, um Konflikte zu vermeiden.
Für den Umgang mit Füchsen in der Stadt gilt, wie bei allen Wildtieren: „Abstand wahren, nicht füttern, nicht streicheln!“

a/m