Montag, 20. Mai 2024
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Kirschlorbeer ist ein Premiumgehölz für jeden Garten

Kirschlorbeer - Prunus laurocerasus

Kirschlorbeer ist ein sehr beliebtes Gartengehölz, das bundesweit in allen Baumschulen, Gärtnereien und Pflanzenmärkten angeboten wird. Nach dem Verbot dieser Pflanze in der Schweiz, das ab September 2024 für Neupflanzungen gilt, steht der Kirschlorbeer auch bei uns im Mittelpunkt heißer Diskussionen.
Die Lorbeerkirsche, botanisch Prunus laurocerasus gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). In den gemäßigten Breiten Europas wird sie als Zierstrauch in Parks und Gärten verwendet. Alle Teile der Pflanze sind übrigens giftig und wurde 2013 Giftpflanze des Jahres.

Die sehr verbreitete und beliebte Heckenpflanze ist ein immergrünes, schnell- und dichtwachsendes sowie lebendiges Sichtschutzelement, das jeden Garten bereichert und auch der Tier- und Insektenwelt durchaus einiges zu bieten hat. Er ist einfach zu schneiden und relativ winterhart, wodurch er in der kalten Jahreszeit Farbe in den Garten bringt. Kirschlorbeer (Prunus laurocerasus) ‘Herbergii’ ist perfekt für schmale bis mittelhohe Hecken.

Bund Deutscher Baumschulen lobt den Kirschlorbeer

Im Fokus der Debatte um die Verwendung des Kirschlorbeers stehen oft die angeblich fehlenden Beiträge des Kirschlorbeers zur Biodiversität sowie das er eine nicht heimische Art ist. Dem entgegenzuhalten sind die eindeutigen Ergebnisse der Bundesgehölzsichtung, die zwischen 2017 und 2022 verschiedene Sorten des Kirschlorbeers an unterschiedlichen Standorten in ganz Deutschland geprüft haben. Mit dem Ergebnis, dass fünf Sorten als Premiumgehölze ausgezeichnet wurden, 17 Sorten mit sehr gut und sechs Sorten mit gut bewertet wurden.

Im Bericht zu den Prüfergebnissen zum Kirschlorbeer wird explizit auf die biologischen Leistungen des Kirschlorbeers eingegangen: Neben der Bindung von CO2, der Filterung von Feinstaub aus der Luft und der Abgabe von Sauerstoff – dies alles übrigens auch im Winter, wenn die heimischen Laubgehölze blätterlos sind, leistet er auch einiges für die Tierwelt.

Die Nektarien des Kirschlorbeers, die auf der Blattunterseite angeordnet sind, stellen eine sommerliche Nahrungsquelle für Insekten, in einer ansonsten blütenarmen Jahreszeit dar. Der dichte Wuchs des Kirschlorbeers bietet Vögeln einen sicheren Nistplatz.

Lorbeerhecken haben auch positive Umwelteffekte

Der in Deutschland und Mitteleuropa invasive Kirschlorbeer ist heute nur ein Element von vielen in einem gepflegten, biodiversen Garten. Die robuste Lorbeerhecke bietet auch Schutz und Sichtschutz für andere Pflanzenarten. Vor einer Lorbeerhecke kommen unterschiedlichste Stauden und andere Blühgehölze sogar besser zur Wirkung.
Für einen biodiversen Garten kommt es auf eine ausgewogene und sich ergänzende Bepflanzung an, die der Tier- und Insektenwelt das ganze Jahr über dienen kann. Hierbei erfüllt der Kirschlorbeer neben der rein dekorativen Leistung durchaus auch Leistungen zur Steigerung der Biodiversität eines Gartens.
Der Bund Deutscher Baumschulen empfiehlt die Pflanzenart weiter: „Der Kirschlorbeer ist eine gute und bereichernde Wahl für jeden Garten, ein Premiumgehölz.“

Weitere Informationen:

www.gruen-ist-leben.de