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Musikfest – Protestmusik in der Schwartzschen Villa am 1.-2. Oktober 2022

Schwartzsche Villa an der Grunewaldstraße in Steglitz

Das Kulturamt richtet zum Kulturwochendende zu Beginn des Monats Oktober ein Musikfest in der Schwarzschen Vila aus.

Das „Musikfest Protestmusik“ präsentiert selten gehörte und gespielten musikalischen Formen des 20. und 21. Jahrhundert, in denen künstlerisch protestiert wurde.

Zu Beginn, am Samstag spielt das Bergstrom Kollektiv George Crumbs „Black Angels“, ein apokalyptisches Stück von 1971, mit dem der Komponist gegen das Grauen des Vietnamkrieges protestierte
Das Stück ist anspruchsvoll, und erfordert eine hoch entwickelte Spieltechnik. Das Konzert ist etwas Besonderes und wird nur sehr selten aufgeführt.

Danach spielt die Band Patchwork Kompositionen aus den 1960ern und 1970ern, mit ganz anderen Klang: das so genannte „Neue Geistliche Lied“ war eine musikalische Bewegung junger Menschen sowohl aus dem katholischen als auch evangelischen Glauben. Mit einfacher Sprache und angetrieben von dem Geist des zweiten Vatikanischen Konzils, den Christlichen Glauben in die Gegenwart zu holen, übte diese Musik Protest gegen Krieg und soziale Ungerechtigkeit.


Samstag, 1. Oktober 2022
18:00 Bergstrom-Kollektiv: „Black Angels“
19:30 Patchwork: „Das könnte den Herren der Welt ja so passen“

Das Programm am Sonntag eröffnet mit einem Auftritt der Sopranistin Lisa Ströckens und des Pianisten Felix Römers. Ihre humorvolle und zum Nachdenken anregenden Sammlung von Opernstücken, Liedern und Gedichten führt durch eine Reise des Satirischen Protestes im 20.Jahrhunderts.
Werke von Kurt Weill, Hanns Eisler und Sofia Gubaidulina ertönen neu, gepaart mit Gedichten von Anton Stramm, Bertold Brecht, Paul Celan und Ingeborg Bachmann.

Das Musikfest „Protestmusik“ endet im hier und jetzt im Jahr. Das Kreuzberger „Lauratibor-Kollektiv“ führt die Protestoper „Wem gehört Lauratibor“ auf. Es ist enormes Werk, mit dem gegen Gentrifizierung, Luxussanierung und Wohnungslosigkeit protestiert wird. Erster Aufführungsort war nicht ein Opernhaus, sondern die Straße, direkt in den Kreuzberger SO36-Kiezen.
Das „Lauratibor-Kollektiv“ wagt am 02. Oktober eine Premiere: dien Mitglieder des Kollektivs stellen die Oper erstmals in einem öffentlichen Kulturhaus vor, in Form einer Live-Performance, mit Diskussionsrunde mit dem Publikum, und mit einem Ausschnitts des Films über die Oper, der gerade erst im September erschienen ist.


Sonntag, 2. Oktober 2022
18:00 Lisa Ströckens und Felix Römer: Protestmusik in Oper, Lied und Gedicht
19:30 Lauratibor-Kollektiv: „Wem gehört Lauratibor“

Das Musikfest Protestmusik wird kuratiert von Robin Jennes, Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf, und gefördert aus Mitteln des Bezirkskulturfonds. Eintritt: frei.

Schwartzsche Villa | Grunewaldstr. 55 | 12165 Berlin


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